Planung 160
Planen und Bauen
nach Vorbild
Station Hohenstein in Spur N
Die Station Hohenstein war aufgrund ihrer landschaftlich einmaligen Lage schon immer mein Favorit und für die Epoche IV sind Akku-Triebwagen sowie die BR 216 für Spur N erhältlich, die tatsächlich auf der Aartalbahn im Einsatz waren, allerdings war bei der 216 135-4 der DB-Keks Blau und nicht wie beim Brawa-Modell Cargo-Rot auf weißem Grund (gab es erst ab Epoche V). Von Hobbytrain gibt es zunächst einmal den Motorwagen 517 008-9 mit Steuerwagen 817 607-5 H2692S) mit Scharfenbergkupplung, Sound und korrekter Beschriftung in hervorragender Ausführung, was ebenso für das Modell des 517 004-8 (H2691S) gilt. Der Akku-Triebwagen 515/815 (H1515/H1516) in ozeanblau/beige hat viele Fehler bei der Beschriftung, was auch für die BR 515/815 (H1517/H1518) in Altrot gilt.
Zur Not kann man diese Modelle dennoch auf der Anlage einsetzen, wenn man diese „Schadstellen“ mithilfe von Decals ausbessert oder man wählt gleich die Alternative Fleischmann, zumindest in der altroten Ausführung.
Die bei Fleischmann 2020 erschienene Neukonstruktion der BR 515/BR 815 gibt es in ozeanblau/beige (740171) und altroter (740170) Lackierung mit Sound und vielem anderen Schnickschnack, aber man muss allerdings tief in die Modellbahnkasse greifen, um dieser schönen Modelle habhaft zu werden. Erstaunlich dabei ist, dass trotz der Preise zwischen 370,- und 400,- Euro für ein Spur N Modell mit Sound nur noch wenige Exemplare zu haben sind, ansonsten ist dieses Modell ausverkauft; die analogen Ausführungen ohne Sound sind in etwa 120,- Euro billiger und besitzen eine DSS Next18.
Das Stationsgebäude Hohenstein ist bei MBZ erhältlich, welches als Lasercut-Bausatz für die Nenngrößen H0 bis Z angeboten wird, was einem ein aufwendiges Recherchieren und Zeichnen erspart. Das Nebengebäude und das Backhaus könnte man nach Fotos rekonstruieren und auch ein preiswerter G10 wird sich bestimmt finden lassen, um diesen als Hilfsschuppen auf der Anlage platzieren zu können.
Nachfolgend Gleispläne von der Station Hohenstein für die Nenngröße N für (fast) alle Epochen, nur der Gleisplan für die Epochen II und III ist noch nicht fertig und folgt demnächst. Aufgrund meiner Recherchen sind in den Plänen alle Vorbildlängen und -radien angegeben wie ebenfalls die ehemals eingesetzten Loks und Triebwagen. Außerdem wird auch in den „Steckbriefen“ nochmals alles genannt. Für welche Epoche man sich aber letztendlich entscheidet, ist unerheblich. Hauptsache ist, es macht Spaß.
Maßstäblicher Gleisplan Hohenstein (Nass) Epoche I
Anlagen-Steckbrief Station Hohenstein Spur N
Gleismaterial: PECO N Finescale Code 55
Dampfloks: T 3, T 9 (Langenschwalbacher Bauart) Frankfurt 1909+1910, ab 1901 T 9.3 z. B. Mainz 7344
Akku-Triebwagen: AT3 (Hobbytrain 15771)
Personenwagen: Langenschwalbacher
Güterwagen: G10, Omk, R10
Hochbauten: Station Hohenstein von MBZ, Nebengebäude im Selbstbau
Formsignal: Einfahrsignal Bauart Jüdel (bei Straßenbrücke)
Maßstäblicher Gleisplan Hohenstein (Nass) Epoche IV (1968-1974)
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Anlagen-Steckbrief Station Hohenstein Spur N
Gleismaterial: PECO N Finescale Code 55
Dampfloks: BR 065, Br 050, 051 und 052
Dieselloks: BR 212
Akku-Triebwagen: BR 517/BR 817 (Hobbytrain H2692S und H2691S), BR 515/BR 815 (Fleischmann 740170 und 740171 oder auch von Hobbytrain)
Personenwagen: Umbauwagen 4-achsig, Langenschwalbacher, Donnerbüchsen
Güterwagen: G10, Omm, R10
Hochbauten: Station Hohenstein von MBZ, Nebengebäude im Selbstbau
Gleismaterial: PECO N Finescale Code 55
Dampfloks: BR 065, Br 050, 051 und 052
Dieselloks: BR 212
Akku-Triebwagen: BR 517/BR 817 (Hobbytrain H2692S und H2691S), BR 515/BR 815 (Fleischmann 740170 und 740171 oder auch von Hobbytrain)
Personenwagen: Umbauwagen 4-achsig, Langenschwalbacher, Donnerbüchsen
Güterwagen: G10, Omm, R10
Hochbauten: Station Hohenstein von MBZ, Nebengebäude im Selbstbau
Maßstäblicher Gleisplan Hohenstein (Nass) Epoche IV (1974-1986)
Anlagen-Steckbrief Station Hohenstein Spur N
Gleismaterial: PECO N Finescale Code 55
Dieselloks: BR 216 - Einsatz vorbildmäßig nur vor Sonntagszügen
Akku-Triebwagen: BR 517/BR 817 (Hobbytrain H2692S und H2691S), BR 515/BR 815 (Fleischmann 740170 und 740171 oder auch von Hobbytrain)
Personenwagen: Nahverkehrswagen von Fleischmann (8140, 8141, 8142) und von PIKO mit Hasenkasten und Karlsruher Kopf
Güterwagen: Eaos, Snps 719, Kbs 442 - ab 1983 überwiegend Snps 719 (Forstwirtschaft)
Hochbauten: Station Hohenstein von MBZ, Nebengebäude im Selbstbau
Haltepunkt Breithardt in Spur N
Der Haltepunkt Breithardt ist eine einfache Station mit einer Warnblinkanlage und den dazugehörigen BÜ-Signalen zur Sicherung des Bahnübergangs für den Straßenverkehr, ansonsten sagen sich hier Fuchs und Hase gute Nacht. Trotz oder gerade wegen dieser Tristesse eignet sich dieser Haltepunkt bestens für einen Nachbau und man könnte dann noch zwei weitere Landschaftsmodule erstellen, die sich an das Brückenmodul anschließen, um das Ganze mit Hohenstein verbinden zu können.
Maßstäblicher Gleisplan Haltepunkt Breithardt Epoche IV (1974-1986)
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Anlagen-Steckbrief Haltepunkt Breithardt Spur N
Gleismaterial: PECO N Finescale Code 55
Dieselloks: BR 216 - Einsatz vorbildmäßig nur vor Sonntagszügen
Akku-Triebwagen: BR 517/BR 817 (Hobbytrain H2692S und H2691S), BR 515/BR 815 (Fleischmann 740170 und 740171 oder auch von Hobbytrain)
Personenwagen: Nahverkehrswagen von Fleischmann (8140, 8141, 8142) und von PIKO mit Hasenkasten und Karlsruher Kopf
Güterwagen: Eaos, Snps 719, Kbs 442 - ab 1983 überwiegend Snps 719 (Forstwirtschaft)
Der Plan zeigt alle bahntechnischen Einrichtungen wie Warnblinkanlage und Bü 0/1 mit Überwachungssignalwiederholer (ÜSW). Da es sich um einen Signalwiederholer mit weißumrandeter schwarzer quadratischer Scheibe mit weißem Kreis handelt, stand am Anfang der Einschaltstrecke ein Bü-Signal in 240 Meter Entfernung plus Abstand Höchstgeschwindigkeit x 2 eine Rautentafel (Bü2 - siehe auch Link). Zum besseren Verständnis ein Beispiel: 240 Meter plus Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h x 2 gleich gesamt 360 Meter. Somit liegt der Einschaltpunkt bei 360 Meter, welcher durch eine Rautentafel gekennzeichnet wird.
Diese Abbildung stellt die Situation an der Haltstelle Breithardt am besten dar.
Bildquelle: TF-Ausbildung • Screenshot
Entgegen einem Baubericht über den Haltepunkt Breithardt in der MIBA Spezial 78, wo im Gleisplan lediglich nur 4 Blinkanlagen eingezeichnet sind, befanden sich am Bahnübergang aber tatsächlich 6 Warnblinker (im Link dritte Abbildung). Bei der Breite der Bundesstraße habe ich die vorgeschriebene Breite von 7,5 Meter plus beidseitig je 1,5 Meter Bankett angewandt.
Signal Bü 0/1 wie dieses in Breithardt stand.
Zeichnung: Horst Wilhelm Bauer
Das DB Schalthaus stand im Abstand von 6 Metern (ab Rückseite gemessen!) zur Straße am Haltepunkt Breithardt.
Zeichnung: Horst Wilhelm Bauer
Eiserne Hand in Spur N
Ein dankbares Anlagethema ist die Station „Eiserne Hand“ zur Länderbahnzeit, da sich alles auf einer Länge von 2,5 Meter als Modulanlage vorbildentsprechend umsetzen lässt. Obwohl diese Station ursprünglich nur als Haltepunkt für Förster und Waldarbeiter geplant war, entwickelte sich die „Eiserne Hand“ sehr schnell zu einem beliebten Ausflugsziel und wurde dadurch entgegen den Planungen der KED Frankfurt zu einer Station zum Kreuzen von Zügen mit ausgedehnten Gleisanlagen, die mittels Formsignale bis in die Epoche III gesichert wurden.
Eine weitere Besonderheit dieser Station ist die Tatsache, dass Züge aus Wiesbaden kommend aufgrund der erheblichen Steigung von 1:30 (33,3‰) nachgeschoben wurden mussten und die Schublok erst bei Kilometer 13,9 das Nachschieben einstellte, um danach als Lz in ihren Heimatbahnhof zurückzukehren. Bis zum Neubau des Bahnhofs Wiesbaden durch die ED Mainz und seiner Eröffnung am 15. November 1906 war das der Rheinbahnhof.
Rekonstruktion Gleisplan Station „Eiserne Hand“ Epoche I
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Anlagen-Steckbrief Eiserne Hand Epoche I 1895 • Nenngröße H0 • MiniMax-Module
Gleismaterial: PECO N Finescale Code 55
Dampfloks: T 3, T 9.3
Akku-Triebwagen: AT3 (Hobbytrain 15771
Personenwagen: Langenschwalbacher (von Arnold rate ich ab, Spielzeugmodelle)
Güterwagen: Omk, R10, G 02, G10
Hoheitszeichen: bis 31.03.1897 KPEV Frankfurt, ab 01.04.1897 K.P.u.G.H.St.E. ED Mainz
Grundlage für den gezeigten Gleisplan war neben anderen alten Ansichtskarten eine weitere Ansichtskarte aus meiner Sammlung, welche die Ausführung des Stationsgebäudes „Eiserne Hand“ um 1895 zeigt. Im Vordergrund der AK erkennt man ein Feldbahngleis, welches wohl der Forstwirtschaft als Zubringer zum Ladegleis diente (im Gleisplan rechts).
Einen Gleisplan für die Epoche IV schenke ich mir, denn zurückgebaut auf ein einziges Gleis strotzt die Station Eiserne Hand vor Langweiligkeit im hohen Maße.
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Umgelaufene Ansichtskarte aus dem Jahr 1895 von der Station Eiserne Hand
Ansichtskarte: Sammlung Horst Wilhelm Bauer
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Diese Ansichtskarte aus dem Jahr 1930 zeigt die voll ausgebaute
Station Eiserne Hand mit regem Andrang zur Gastronomie
Ansichtskarte Echt-Foto - ungelaufen: Sammlung Horst Wilhelm Bauer
Station Chausseehaus in Spur N
Die Station Chausseehaus hat ihren ganz eigenen Charme und lässt sich in Spur N auf 2,5 Meter Länge problemlos realisieren. Die Rekonstruktion der Gleisanlagen erfolgte auf Basis eines Gleisplans von 1926 und einem Foto vom 18. Juli 1967, als der Rückbau zu einem eingleisigen Haltepunkt begann. Ebenso wie am Haltepunkt Breithardt stand auch hier ein Schalthaus mit B 0/1 und Warnblinkanlage am beschrankten Bahnübergang.
Bevor ich meinen finalen Gleisplan für die Epoche IV vorstelle, zeige ich Repros von zwei alten Ansichtskarten aus meiner Sammlung, wobei das Empfangsgebäude im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört worden ist und nicht wieder aufgebaut wurde. Und wenn mich einmal der Teufel reiten sollte, zeichne ich auch noch den Gleisplan von 1926 ins Reine, damit die Länder- und Reichsbahner etwas Konkretes zum Nachbauen haben.
Diese Ansichtskarte zeigt die Station Chausseehaus um 1899
Ansichtskarte Echt-Foto - ungelaufen: Sammlung Horst Wilhelm Bauer
Einfahrt in die Station Chausseehaus aus Richtung Eiserne Hand
mit Blick auf das Erholungsheim Taunusblick
Ansichtskarte (1900): Sammlung Horst Wilhelm Bauer
Finaler Gleisplan Station Chausseehaus 1965-1967 • Epoche IV 1965-1990 nach NEM 806 D
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Anlagen-Steckbrief Chausseehaus 1965-1967 • Epoche IV 1965-1990 nach NEM 806 D • Nenngröße N • MiniMax-Module
Gleismaterial: PECO N Finesclae Code 55, Bogenweiche Weinert «Mein Gleis»
Dampfloks: BR 051, BR 052, BR 065
Dieselloks: BR 216 - Einsatz vorbildmäßig nur vor Sonntagszügen
Akku-Triebwagen: BR 515/BR 815 (Fleischmann 740170 und 740171 oder auch von Hobbytrain)
Personenwagen: Nahverkehrswagen von Fleischmann (8140, 8141, 8142) und von PIKO mit Hasenkasten und Karlsruher Kopf
Güterwagen: Eaos, Snps 719, Kbs 442
Auf der Suche nach einem Bahnhof, der es aufgrund seiner Lage und Ausdehnung ermöglichen würde, alles auf rechtwinkligen Modulen bei ebenen Gelände bauen zu können, bot sich völlig unerwartet der Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim an. Wenn man die betrieblichen Möglichkeiten und das Angebot an Modellfahrzeugen ins Auge fasst, sieht alles wunderbar aus, außerdem hatte Dotzheim ein Stellwerk mit Fahrdienstleiter, einen doppelt beschrankten Bahnübergang, einflügelige Ausfahrsignale sowie ein ungekoppeltes Einfahrsignal nahe der Brücke über die Flachstraße bei Kilometer 6.58. Ein weiteres ungekoppeltes Einfahrsignal aus Richtung Bahnhof Waldstraße bei Kilometer 5,6 wird im Modell nur dann benötigt, wenn man diese Situation darstellen möchte.
Die Entscheidung, den Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim als Spur N-Anlage in Epoche IV zu bauen, war nicht ad hoc, sondern wegen Platzmangel gefallen, obwohl ich lieber das Projekt in H0 gebaut hätte, aber man kann sich halt nicht alle Träume erfüllen. Und weil ich von 1965 bis 1975 schon in Spur N gebaut hatte, war es ein schmerzfreier und allerletzter Spurwechsel.
Maßstäblicher Gleisplan Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim Epoche IV (1978-1983)
Gleismaterial: PECO N Finescale Code 55
Dieselloks: BR 216 - Einsatz vorbildmäßig nur vor Sonntagszügen
Akku-Triebwagen: BR 517/BR 817 (Hobbytrain H2692S und H2691S), BR 515/BR 815 (Fleischmann 740170 und 740171 oder auch von Hobbytrain)
Personenwagen: Nahverkehrswagen von Fleischmann (8140, 8141, 8142) und von PIKO mit Hasenkasten und Karlsruher Kopf
Güterwagen: Eaos, Snps 719, Kbs 442 - ab 1983 überwiegend Snps 719 (Forstwirtschaft)
Hochbauten: Nach Originalplänen und eigener Aufmessung
Planungen - Rekonstruktionen - Fotos - Zeichnungen - Illustrationen - Modellbau: Horst Wilhelm Bauer
© Horst Wilhelm Bauer • Alle Rechte vorbehalten
Stand: 12. März 2026












